Viele von euch haben mich gefragt: wieso eigentlich nach Afrika und wie ich genau zu diesem Krankenhaus gekommen bin.

Warum genau Afrika kann ich so jetzt auch nicht sagen. haha

Ich will schon mein Leben lang ins Ausland und wollte das immer mit meinem Beruf verbinden. Dabei war der Gedanke immer mit Afrika verbunden. 

Im Jahr 2018 habe ich dann endlich beschlossen das Sabbaticel zu beantragen. Von Juli 2018 bis Juli 2020 bekam ich nur 80% von meinem Gehalt ausgezahlt. Von September bis Jänner war ich freigestellt und bekam immer noch mein Gehalt bezahlt. Als alles ausgemacht war und ich mein Sabbaticel genehmigt bekam, machte ich mich auch schon auf die suche nach einer Organisation. Und das erwies sich als nicht so einfach.

Was ich selber nicht wusste war, dass es in Afrika viele 'fake' Arbeitsstellen gibt. Gerade Organisationen wo man Ehrenamtlich arbeitet und dafür zahlen 'darf' (das sind meistens die, wo man auch für nur 3 Monate eingestellt wird). Ein wichtiger Hinweis ist, dass die meisten Seriösen Organisationen eine erst ab 4 Monate nimmt, da alles andere ein zu kurzer Zeitraum wäre. Wenn sich jemand für eine Arbeit in Kinderheime in Afrika interessiert ist es sehr wichtig sich genau zu informieren! Buchempfehlung von Daniel Rössler - Das Gegenteil von Gut, ist gut gemeint.

Nach langer suche bekam ich schließlich den Kontakt von der Caritas. Sie schickten mir eine Liste mit ihren Partner. Sofort schrieb ich eine Mail an die Organisation von Dr. Neier - Kameunpartner.com. Erstmal hab ich 3 Monate keine Antwort bekommen. Ich dachte schon: oh mannn Lisa das wird nix... ABER an einem Tag öffnete ich mein Outlook und da war die Mail. Ich freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten. 

Damit es ganz sicher fix was wird, war mir ein persönliches kennenlernen sehr wichtig! So habe ich mich im September 2018 noch mit der Ärztin getroffen, als sie gerade in Österreich war.

September 2019 war zu der Zeit noch weit weg für mich. Ich wusste schonmal dass ich Französisch lernen sollte. 

Und mit meinem Hausarzt habe ich noch die Impfungen besprochen die ich benötige.

Mit den Impfungen hab ich im Mai 2019 begonnen. Gerade für Tollwut sollte man genügend Zeit einrechnen, da sie oft mal lange Lieferzeiten haben und aus 3 Teilimpfungen besteht. Gelbfieber ist Pflicht für Afrika.

 

Impfungen: (die man eh schon haben sollte)

Hepatitis A

Hepatitis B

Tetanus

FSME

Impfungen: (die hatte ich noch nicht)

Pneumokokken

Meningokokken

Typhus

Tollwut

Geimpft wurde ich am Magistrat und ist meines Wissens auch die Günstigste Lösung, da mein keine extra Impfgebühr bezahlt. Da die Impfungen ja eh schon teuer sind, freut man sich wenn 15-20€ Impfgebühr wegfällt (vor allem weil man ja einige Impftermine bekommt).

Preise 2019:

Gelbfieber 44,10€

Tetanus 24,10€

Tollwut/Rabipur 90,40€ (x3)

Typhus 30,50€

Meningokokken/Nimenrix 69,25€

Pneumokokken/Prevenar  108€

ich hatte 4 Termine - jeweils rechts und links ist eine Impfung rein :P 

Zum Thema ob die Impfungen schmerzhaft sind:

Tollwut hat überhaupt nicht wehgetan! Keine von den drei Impfungen.

Da Gelbfieber eine Lebendimpfung ist kann es oft zu grippeartigen Symptomen kommen. Ich hatte eigentlich keine Probleme. Nach der Impfung war ich sehr müde und habe den ganzen restlichen Tag geschlafen.

5 tage nach der Impfung bekam ich einen Schüttelfrost in der Nacht. 

Na gut, ich hatte also 549,25€ für Impfungen ausgegeben. Aber da geht die eigenen Sicherheit einfach vor.

Was noch eine Frage ist, Wie schütze ich mich am besten vor Malaria?

Da ich in Kamerun genau im Malaria Gebiet bin, musste ich mir da auch was überlegen. Neben guten Hautspray, Textilspray und langer dünnen Kleidung, gibt es noch ein paar Medikamente. Ich habe gehört Neurobion (Vitamine) helfen ein wenig gegen Mücken, da die Haut anscheinend Ausdünstungen produziert die die Mücken nicht mögen. Gegen Malaria gibt es dann noch Doxycyclin (Nebenwirkung: Sonnenbrand, am besten Sonne meiden), Lariam (nicht mehr als Malaria Medikament zugelassen wegen den Nebenwirkungen: Psychische Veränderungen, Halluzinationen). Von einer Krankenschwester die 6 Monate vor mir dort war wusste ich das Doxycycline nicht wirklicht hilft, sie hatte von 5 Stichen 3mal positiv Malaria. 

Das waren die Informationen die ich bis vor meiner Reise wusste.

In Kamerun nahm ich dann jeden Tag Doxycyclin als Prophylaxe. In den 4 Monaten hatte ich 3 mal Malaria. 

Visum:

Kosten 300€, für 8 Monate

zu beantragen im Konsulat Wien, jeden Donnerstag von 8:00Uhr bis 12:00 Uhr möglich.

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