Das Krankenhaus hat ca. 170 Betten, wobei es nur 4 Ärzte gibt. Das Pflegepersonal (Krankenschwester und Pfleger) in Afrika ist mehr wie ein Assistenzarzt und übernimmt sehr viele aufgaben im OP und auch bei der täglichen Visite.

Im vergleich zu andere Krankenhäuser im Landes innere ist das ein sehr "modernes", da es doch auch ein altes Ultraschallgerät, ein Röntgengerät, Labor und Pathologie gibt. Natürlich ist alles alt, mehr wie in der Kriegszeit. 

Viele Geräte funktionieren auch nicht mehr - sowie das Beatmungsgerät, bei einer Vollnarkose wird per Hand beatmet.

Produkte die bei uns Einmalprodukte sind, werden dort wieder verwendet - gewaschen, ausgekocht und steril verpackt.

Eines der schlimmsten sachen für mich im Krankenhaus ist die Steri, man kann sich nicht vorstellen dass man zB einen Harnkatheter wäscht, im Wasser abkocht und wieder verwendet. Ein Harnsackerl auswäscht, wo schon Würmer und Maden wohnen ebenfalls gewaschen und wieder verwendet wird. Das kann man sich einfach nicht vorstellen bei uns. Aber es funktioniert und macht nicht kränker! anscheinend.

Vieles wird auch improvisiert wie zB ein Drain: ein abgeschnittenes Infusionsbesteck das in einer Plastikflasche endet. 


Die Pflege (Waschen, Klo gehen usw)  wird von den Angehörigen übernommen, genauso wie das Kochen. Bettdecken, Poster etc. muss auch alles selber mitgenommen werden. Da es keine Krankenversicherungen gibt, muss alles selber bezahlt werden. Jede Nadel, jede Tablette, jede Infusion und Infusionsbesteck. Dadurch werden einige Produkte mehrmals verwendet und nach Gebrauch NICHT gleich entsorgt (solange sie nicht unsteril wurden).

Viel Menschen können sich den Krankenhausaufenthalt oder eine Lebensnotwendige OP oftmals nicht leisten und müssen davor Grundstücke oder sogar ihre Häuser verkaufen. 

es folgen mehr Bilder, leider habe ich nur begrenz Internet und das nicht immer gut

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